Investor News

Ad-hoc Meldung: Bilanzergebnis 2012/13 der Zumtobel AG (Mai 2012 – April 2013)
26.06.2013
Zumtobel Group setzt im Technologiewandel auf Produktinnovation und Kosteneffizienz

Dornbirn / Österreich – Das Geschäftsjahr 2012/13 der Zumtobel Group war geprägt von einem schwierigen konjunkturellen Umfeld sowie großen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Technologiewandel hin zu LED. Das Marktumfeld für die professionelle Beleuchtungsindustrie hat sich vor allem in der zweiten Jahreshälfte markant verschlechtert. Vor diesem Hintergrund ging der Kon-zernumsatz im Berichtsjahr um 2,9% auf 1.243,6 Mio EUR (Vorjahr: 1.280,3 Mio EUR) zurück.

LED-Anteil am Gesamtumsatz erreicht 22,1%, F&E-Quote mit 5,6% auf neuem Höchststand
Sehr erfreulich hat sich aber erneut der Umsatz mit innovativen LED-Produkten entwickelt, der im Ver-gleich zum Vorjahr um 49,8% auf 274,5 Mio EUR gesteigert werden konnten. Der LED-Anteil am Kon-zernumsatz vergrößerte sich damit von 14,3% im Vorjahr auf nun 22,1%. Damit wird die Strategie der Zumtobel Group bestätigt, trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen gezielt in den Aus-bau eines innovativen Produktportfolios zu investieren. Die damit einhergehenden Ausgaben für For-schung & Entwicklung (inklusive Sonderleuchtenentwicklung) stiegen im Berichtsjahr auf 69,1 Mio EUR (VJ: 58,7 Mio EUR) und erreichten damit einen neuen Höchststand von 5,6% vom Umsatz.

Restrukturierung zur Anpassung der Kostenstrukturen und Neuausrichtung auf LED
Um für die Zumtobel Group eine solide Grundlage für die Zukunft zu schaffen, wurden im Berichtsjahr verschiedene Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, um einerseits die Kostenstrukturen an das niedrigere Umsatzniveau anzupassen und andrerseits den Herausforderungen des Technologiewan-dels zu begegnen. Die genannten Restrukturierungen führten im Geschäftsjahr 2012/13 zu negativen Sondereffekten in Höhe von 14,0 Mio EUR.

Verbessertes bereinigtes EBIT – trotz Umsatzrückgang und höheren F&E-Kosten
Durch die zeitnah eingeleiteten strukturellen Anpassungen konnte das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) mit 35,7 Mio EUR trotz des Umsatzrückgangs und der höheren Entwicklungskosten im Ver-gleich zum Vorjahr (35,0 Mio EUR) leicht verbessert werden. Dies entspricht einer verbesserten Um-satzrendite (bereinigte EBIT-Marge) von 2,9% (VJ: 2,7%). Aufgrund der negativen Sondereffekte hat sich das Jahresergebnis auf 6,1 Mio EUR (VJ: 15,2 Mio EUR) verringert. Dies ergibt ein Ergebnis je Aktie von 0,14 EUR (VJ: 0,35 EUR). Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung der Zumtobel AG, die am 26. Juli 2013 tagen wird, vor, für das Geschäftsjahr 2012/13 pro Aktie eine Divi-dende von 0,07 EUR (VJ: 0,20 EUR) auszuschütten.

Große Unterschiede in der Entwicklung nach Segmenten
Sehr unterschiedlich stellt sich die Entwicklung erneut in der Betrachtung der Segmente dar. Im Leuch-tensegment (Zumtobel / Thorn) hat sich die gute Wachstumsdynamik aus den beiden Vorjahren nicht fortgesetzt. In dem zunehmend schwierigen konjunkturellen Umfeld ging der Segmentumsatz um 1,4% auf 935,7 Mio EUR (VJ: 949,2 Mio EUR) leicht zurück. Mit Blick auf das Segmentergebnis konnte die Marke Zumtobel die Verluste von Thorn überkompensieren, so dass das bereinigte EBIT im Vergleich zum Vorjahr um 27,6% auf 33,2 Mio EUR (VJ: 26,0 Mio EUR) gesteigert werden konnte. Der Wandel in Richtung LED stellt insbesondere für das Komponentensegment (Tridonic) nach wie vor eine große Herausforderung dar. Die erzielten Fortschritte bei LED-Konvertern und –Modulen konnten die rückläufi-ge Nachfrage nach konventionellen Geräten im Berichtsjahr noch nicht ausgleichen. Dem entsprechend sank der Segmentumsatz neuerlich um 7,4% auf 377,7 Mio EUR (VJ 408,1 Mio EUR). Das bereinigte EBIT des Komponentensegments ging um 29,8% auf 13,7 Mio EUR (VJ: 19,6 Mio EUR) zurück.

Positive Entwicklung beim Working Capital und Free Cashflow fortgesetzt
Erfreulich ist die positive Entwicklung beim Working Capital und dem Free Cashflow. In den letzten Quartalen konnten in beiden Segmenten nennenswerte Fortschritte im Bestands- und Forderungsma-nagement erzielt werden. Im Vergleich zum 30. April 2012 reduzierte sich der Working Capital-Bestand von 17,8% auf 15,8% des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes. Dies führte zu einem deutlich positiven Free Cashflow in Höhe von 44,8 Mio EUR (VJ: 22,3 Mio EUR).

Weiterhin solide Bilanzstruktur
Die Qualität der Bilanzstruktur ist nahezu unverändert. Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem 30. April 2012 von 35,8% auf 35,9%. Die Nettoverbindlichkeiten sanken auf 113,2 Mio EUR (VJ: 141,4 Mio EUR), so dass sich der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient von Nettoverbindlich-keiten zum Eigenkapital – von 38,1% auf 31,7% leicht verbesserte.

Ausblick
Das makroökonomische Umfeld hat sich im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres deutlich ver-schlechtert. Insbesondere in dem für die Zumtobel Gruppe entscheidenden europäischen Markt ist eine konjunkturelle Entspannung derzeit nicht erkennbar und die Visibilität weiterhin sehr gering. Im Lichte der verstärkten Planungsunsicherheit ist eine verlässliche Umsatz- und Ergebnisprognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.

Pressekontakt
Astrid Kühn-Ulrich
Head of Corporate Communications
Tel. +43-(0)5572 509-1570
astrid.kuehn@zumtobel.com

Kontakt Investor Relations
Harald Albrecht
Head of Investor Relations
Tel. +43-(0)5572 509-1125
harald.albrecht@zumtobel.com



Artikel teilen