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Effiziente Transportlogistik

Eine effiziente Transportlogistik reduziert den Ressourcenverbrauch, die Emissionen sowie Kosten und sorgt dafür, dass alle Produkte zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sind. Da diese Anforderungen von einem Transportdienstleister flexibler und effizienter umgesetzt werden können, hat die Zumtobel Gruppe nahezu alle Transportaktivitäten an externe Dienstleister ausgelagert.

 Sicherstellung einer effizienten Transportlogistik

Die Auswahl der Transportunternehmen erfolgt nach festgelegten Kriterien, die auch Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Bei der Wahl der Transportmittel stehen ökonomische und terminliche Aspekte im Vordergrund. Oft ist aber die ökonomisch beste Variante auch die ökologisch sinnvollste Transportart. So wird der Lufttransport aufgrund seiner hohen Kosten möglichst vermieden und die Produkte stattdessen vorzugsweise über den Seeweg transportiert.

Externe Einflüsse, die die zeitlichen Anforderungen für den Transport stark verkürzen, können allerdings dazu führen, dass der Lufttransport zunimmt. So haben die Engpässe bei den elektronischen Bauteilen im Berichtsjahr im Components Segment zu einer Zunahme der Luftfracht geführt.

Für das Geschäftsjahr 2011/12 hat sich die Zumtobel Gruppe das Ziel gesetzt ein Konzept zur Erhebung der CO2-Emissionen der Transportaktivitäten zu entwickeln, um die CO2-Bilanz der Zumtobel Gruppe zu vervollständigen.

Eine wichtige Maßnahme zur Sicherstellung einer effizienten Transportlogistik war die Implementierung eines Logistiknetzwerkes im Jahre 2002. Zunächst nur für das Lighting Segment aufgebaut, beteiligt sich seit 2010 auch das Components Segment an diesem sogenannten HUB-System. Zusätzlich optimiert das Doppelstockverfahren, bei dem durch ein Metallgestänge eine zweite Ebene im LKW installiert wird, den Nutzungsgrad des Laderaums beim Transport zwischen den Standorten.

Thorn verwendet in Großbritannien das sogenannten „Milk-Run“-System, welches das Transportsystem weiter optimiert. Hierbei werden die Rückfahrten von Kunden, wenn sinnvoll, für den Transport von Rohmaterialien und Halberzeugnissen zu den Produktionsstandorten genutzt. Ein neues Konzept für Paletten und Umverpackungen hat das Components Segment an seinem Standort in China umgesetzt. Dadurch konnte im Berichtsjahr der Füllgrad eines Containers von 50 % auf 90 % gesteigert werden. Aktuell überprüft das Components Segment welche weiteren Standorte für die Umsetzung dieses Konzeptes geeignet sind. Anschließend soll es auf die ausgewählten Standorte ausgerollt werden.

 Auswahl der Transportdienstleister

Die Auswahl der Transportdienstleister mit denen die Zumtobel Gruppe zusammenarbeitet erfolgt nach strengen Kriterien. Diese sollen die hohen Qualitätsansprüche an eine effiziente Transportlogistik sicherstellen.

Auswahlkriterien:

  • Kosten
  • Qualität (Termintreue und Transportschäden)
  • Bevorzugung zertifizierter Dienstleister (ISO 9001, ISO 14001, Ökoprofit)
  • Abgasnorm der Fahrzeuge (Components Segment: mind. 5 EUR)
  • Dienstleister, die Schienentransport anbieten, werden bevorzugt
  • Doppelstockverfahren (nur Lighting Segment)

 Logistiknetzwerk

Ein HUB-System ist ein sternförmiges Transportnetz mit einem zentralen Knotenpunkt. Durch dieses Konzept können die Füllraten der LKWs erhöht und durch abgestimmte Fahrpläne, innerhalb des Netzwerkes, verbindliche Terminzusagen gemacht werden.

Das Logistiknetzwerk des Lighting Segments besteht aus insgesamt sieben Knotenpunkten. Der Hauptumschlagplatz in Venlo, Niederlande, verknüpft die Standorte Dornbirn, Lemgo, Usingen, Landkrona, Spennymoor und Les Andelys.

Tridonic nutzt ebenfalls den Hauptumschlagplatz in Venlo, um die Standorte in Les Andelys und Landskrona mit Produkten aus ihrem zentralen Distributionszentrum zu versorgen. Dadurch, dass alle Transportdienstleistungen von externen Spediteuren durchgeführt werden, können Leerfahrten vermieden werden, da neben dem Hauptumschlagspunkt auch HUBs des jeweiligen Spediteurs angefahren werden. Dieser kann so Waren anderer Kunden beiladen, um seine Ladekapazitäten optimal auszulasten. Wenn es aufgrund des Ladevolumens sinnvoll ist, werden die Standorte auch direkt miteinander verbunden (Komplettladungen).