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Bericht zum 3. Quartal der Zumtobel AG: Marktumfeld des Lichtkonzerns hat sich im dritten Quartal weiter stabilisiert
16.03.2010
  • Umsatzrückgang im dritten Quartal mit „nur noch“ -1,5% deutlich moderater als in den Vorquartalen
  • Umsatz nach drei Quartalen: 827,3 Mio EUR (-8,1%, währungsbereinigt -7,0%)
  • Bereinigtes EBIT nach drei Quartalen: 48,3 Mio EUR (-22,9%; EBIT-Marge: 5,8%)
  • Kosteneinsparungen mit 59 Mio EUR weiter im Plan (Ziel: 100 Mio EUR bis Ende GJ 2010/11)
  • Ausblick: moderate Zuversicht für das vierte Quartal

Dornbirn / Österreich – Für die Zumtobel Gruppe mit Sitz in Dornbirn / Vorarlberg haben sich nach dem dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (Mai – Januar) die Anzeichen für eine allmähliche Erholung des Marktumfelds weiter verstärkt. So erreichte der internationale Lichtkonzern nach neun Monaten einen Umsatz von 827,3 Mio EUR, dies entspricht einem Rückgang zum Vorjahreszeitraum (900,5 Mio EUR) von 8,1%. Bereinigt um negative Währungseffekte, v.a. aus dem schwachen briti-schen Pfund, beläuft sich der Umsatzrückgang auf -7,0%. Im Berichtsquartal (November – Januar), dem saisonal schwächsten im Jahresverlauf, fiel der Umsatzrückgang im Vergleich zu den Vorquarta-len deutlich moderater aus. So lag der Umsatz im dritten Quartal bei 255,3 Mio EUR (VJ: 259,3 Mio EUR). Dies entspricht einem Rückgang von „nur noch“ 1,5% (im Vgl.: Q1: -12,0%; Q2: -9,6%), wobei diese Entwicklung auch auf den Basiseffekt aus dem bereits schwachen Vorjahresquartal zurückzu-führen ist.

In der Ergebnisentwicklung zeigen sich sowohl die positiven Effekte aus dem im Herbst 2008 initiierten Effizienzsteigerungsprogramm „Excellerate“ als auch Belastungen aus zunehmendem Preisdruck, v.a. im Leuchtengeschäft, sowie negativen Volumen- und Währungseffekten. So lag der operative Gewinn (bereinigtes EBIT) nach drei Quartalen bei 48,3 Mio EUR (VJ: 62,6 Mio EUR; -22,9%). Die bereinigte EBIT-Marge lag bei 5,8% (VJ: 6,9%). Einen zentralen Beitrag zu der soliden Ertragslage haben die Kosteneinsparungen aus „Excellerate“ geleistet, die sich seit Beginn der Initiative im Herbst 2008 auf rund 59 Mio EUR summieren. Damit wurde bereits mehr als die Hälfte der bis Ende des Geschäftsjah-res 2010/11 angestrebten Einsparsumme von bis zu 100 Mio EUR realisiert.

„Obgleich es für eine nachhaltige Entwarnung noch zu früh ist, gibt es positive Signale zur Stabilisie-rung unseres Marktumfelds. Angesichts der nach wie vor schwierigen Rahmenbedingungen ist die Ergebnisentwicklung für uns zufriedenstellend. Mit unserem Effizienzsteigerungsprogramm haben wir die richtigen Weichen gestellt, um die Zumtobel Gruppe in dieser tiefgreifenden Wirtschaftskrise auf eine stabile finanzielle Basis zu stellen, gleichzeitig verbessern wir unsere Produktivität und unsere Kostenbasis“, erläutert Andreas Ludwig, CEO der Zumtobel Gruppe, die Ergebnissituation nach dem dritten Quartal.


Spürbar anziehende Nachfrage im Komponentengeschäft
In der Betrachtung nach Segmenten ist vor allem für das Komponentengeschäft (TridonicAtco) eine spürbar anziehende Nachfrage festzustellen. So stieg der Umsatz der TridonicAtco im dritten Quartal um 6,0%, was neben der Markterholung auch auf Lageraufbaueffekte und Marktanteilsgewinne zu-rückzuführen ist. Nach drei Quartalen lag der kumulierte Umsatz im Komponentengeschäft bei 267,3 Mio EUR (VJ: 284,3 Mio EUR, -6,0%). Deutlich verhaltener entwickelte sich das spätzyklische Projekt-geschäft im Leuchtensegment (Thorn / Zumtobel). Dieser Geschäftsbereich war im Berichtszeitraum von den negativen Währungseffekten überproportional stark belastet und zudem durch rückläufige Preise beeinträchtigt. Kumuliert nach drei Quartalen lag der Umsatz im Leuchtengeschäft bei 611,3 Mio EUR (VJ: 664,8 Mio EUR; -8,0%). Das Geschäft mit der Zukunftstechnologie LED entwickelte sich im Berichtszeitraum weiter sehr erfreulich. So stieg der Umsatz mit LED-basierten Produkten um 48,1% auf 49,1 Mio EUR (VJ: 33,1 Mio EUR).

Stabilisierung in einigen europäischen Märkten – Wachstum in Asien
Betrachtet nach Regionen sind alle Märkte in Europa kumuliert über drei Quartale rückläufig. Vor allem in Deutschland litt das Geschäft unter dem strengen Winter. So erreichte der Umsatz im deutschspra-chigen Markt im Berichtszeitraum 213,0 Mio EUR (VJ: 231,4; -8,0%). Für das dritte Quartal allein be-trachtet (November – Januar) lässt sich jedoch für mehrere europäische Märkte eine Stabilisierung feststellen. So lag der Umsatz in Westeuropa auf Vorjahresniveau (kumuliert Q1-3: -9,6%), ebenso wie in Süd- und Nordeuropa (kumuliert Q1-Q3: -17,0% bzw. -9,0%). Erfreuliche Signale gab es vor allem aus dem Übersee-Geschäft: So wuchs das Asiengeschäft in den letzten drei Quartalen um 7,6% auf 71,5 Mio EUR (VJ: 66,4 Mio EUR). In Australien / Neuseeland konnte die Zumtobel Gruppe von positi-ven Währungseffekten profitieren und steigerte so den Umsatz um 2,4%, während das Amerika-Geschäft im Berichtszeitraum mit -6,6% weiterhin rückläufig war.

Insourcing und Arbeitszeitregelungen begrenzen Mitarbeiterabbau
Im Vergleich zum Vorjahresstichtag (31. Jänner 2009) ging der Mitarbeiterstand (Vollzeitkräfte inklusi-ve Leiharbeiter) um 336 Stellen auf nun 7.253 Vollzeitkräfte inklusive Leiharbeiter zurück. Durch ge-zielte Insourcing*-Maßnahmen an mehreren Produktionsstandorten sowie flexible Arbeitszeitverein-barungen und Maßnahmen wie Kurzarbeit (D, CH) oder Bildungskarenz (A) konnte der krisenbedingte Stellenabbau begrenzt werden. Die Anzahl der Leiharbeiter an der Gesamtbelegschaft stieg im Ver-gleich zum Vorjahresstichtag 31. Jänner 2009 von bislang 121 LeiharbeiterInnen auf nun 329 Leihar-beiterInnen.

Solide Kapitalstruktur
Hinsichtlich Bilanz und Liquidität ist die Zumtobel Gruppe weiterhin gut aufgestellt. Die Eigenkapital-quote lag mit 43,0% auf dem Niveau des Vorjahres (43,3%). Aufgrund einer erneut deutlichen Verrin-gerung der Nettoverbindlichkeiten von 205,5 Mio EUR auf 161,1 Mio EUR verbesserte sich auch der Verschuldungsgrad (Gearing = Verhältnis zwischen Eigenkapital und Nettoverbindlichkeiten) gegen-über dem 31. Jänner 2009 von 42,9% auf nun 36,0% - für ein produzierendes Unternehmen ein sehr niedriges Niveau. Der Free Cashflow war mit 4,8 Mio EUR per Ende Jänner weiterhin positiv, blieb aber deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (21,8 Mio EUR), welches durch Einmaleffekte positiv beeinflusst war.

Ausblick: Moderat zuversichtlich für das vierte Quartal
Der Vorstand der Zumtobel Gruppe blickt mit moderater Zuversicht in das vierte Quartal. Für die Mo-nate Februar bis April erwartet der Vorstand eine sich weiter stabilisierende Umsatzentwicklung und weitere Kosteneinsparungen aus dem Excellerate-Programm. Allerdings geht die Unternehmenslei-tung davon aus, dass diese positiven Effekte im Ergebnis durch die anhaltenden Währungsbelastun-gen (v.a. britisches Pfund), den steigenden Preisdruck sowie nennenswerte Aufwendungen in Verbin-dung mit der im April anstehenden Leitmesse Light + Building mehr als kompensiert werden.

Pressekontakt
Astrid Kühn-Ulrich
Head of Corporate Communications
Tel. +43-(0)5572 509-1570
astrid.kuehn@zumtobel.com

Investor Relations
Harald Albrecht
Head of Investor Relations
Tel. +43-(0)5572509-1125
harald.albrecht@zumtobel.com 
 




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