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Bericht zum 3. Quartal der Zumtobel Group - Zumtobel Gruppe ist weiter auf Wachstumskurs
18.03.2008
  • Neunmonatsumsatz bei 966,1 Mio EUR (+4,9%; währungsbereinigt +5,9%)
  • Weitere Verbesserung der EBIT-Marge auf 10,1% nach neun Monaten
  • Starker EUR belastet Umsatzwachstum
  • Ausblick: EBIT-Marge im Gesamtjahr von 9,5% bis 9,8%

Dornbirn/Österreich – Die österreichische Zumtobel Gruppe, Dornbirn, konnte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres (Mai 2007 bis Januar 2008) bei Umsatz und Ergebnis weiter zulegen, allerdings mit etwas schwächerer Dynamik im dritten Quartal. Der Konzernumsatz erreichte kumuliert 966,1 Mio EUR. Dies entspricht einem Wachstum von 4,9%. Das bereinigte EBIT konnte um 11,9% auf nun 97,2 Mio EUR gesteigert werden. Die EBIT-Marge verbesserte sich nach drei Quartalen um 70 Basispunkte auf 10,1%, wobei sich die Ergebnisverbesserung im dritten Quartal mit + 30 Basispunkten (6,9% auf 7,2%) im Vergleich zum Vorquartal etwas verlangsamte.

„Das dritte Quartal hat uns in Summe mehr Licht als Schatten gebracht“, zieht Zumtobel Group CEO Andreas Ludwig eine gemischte Zwischenbilanz: „Wir freuen uns sehr, dass wir den Wachstumstrend in unseren europäischen Kernmärkten – und das repräsentiert mehr als 80% des Konzernumsatzes – ungebrochen fortsetzen konnten. Hier sehen wir uns in unserem Kurs absolut bestätigt. Leider wurde das Umsatzwachstum vor allem durch den starken Euro deutlich belastet. Zusätzlich ist die Entwicklung in unseren Überseemärkten bislang enttäuschend verlaufen. Wir sehen die Potentiale in diesen Märkten aber weiterhin positiv.“

Währungseffekte belasten die Umsatzdynamik
Für die Zumtobel Gruppe ist Großbritannien der größte Absatzmarkt. Als Nettoimporteur ist der Konzern deshalb von der fortgesetzt starken Aufwertung des Euro vor allem gegenüber dem Britischen Pfund besonders betroffen. Im Neunmonatszeitraum kostete den Konzern die Euroaufwertung 9,1 Mio EUR Umsatzwachstum, davon 7,5 Mio EUR allein im dritten Quartal. Entsprechend wirkte sich der Währungseffekt auf die Wachstumsdynamik des Lichtkonzerns aus: Bereinigt um die Währungseffekte liegt das Wachstum nach neun Monaten bei 5,9% (real 4,9%). Im dritten Quartal fiel die Differenz zwischen dem bereinigten Wert von plus 4% zu dem ausgewiesenen Wachstum von 1,5% noch deutlicher aus. 

Umsatzentwicklung nach Regionen
Betrachtet nach Regionen waren die europäischen Kernmärkte weiterhin Motor des Umsatzwachstums. Nach neun Monaten wurde hier ein Plus von 7,5% auf 786,4 Mio EUR verzeichnet, wobei sich das Wachstum im dritten Quartal währungsbedingt auf 3% verlangsamte. Besonders erfreulich ist die Entwicklung in Osteuropa, wo nach Verschiebungen im Projektgeschäft im dritten Quartal wieder ein Plus von 11,5% erreicht wurde. Enttäuschend dagegen entwickelte sich das Überseegeschäft. Aufgrund fehlender Großprojekte und einer abflachenden Nachfrage in Hongkong und Macau liegt diese Region nach neun Monaten 9% hinter den Umsätzen des Vorjahreszeitraums. Das relativ kleine US-Geschäft liegt wegen der Dollarabwertung und der sich abschwächenden US-Konjunktur um 14,3% hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. Sehr erfreulich verlief erneut die Entwicklung des LED-Geschäfts, welches die Umsätze im dritten Quartal mehr als verdoppelte und damit in den ersten neun Monaten um 91% auf nun 27,7 Mio EUR wachsen konnte.

Effekte der Werksverlagerung in Australien hinter den Erwartungen
Neben den Währungseffekten hatte vor allem das Australiengeschäft einen dämpfenden Effekt auf das Ergebniswachstum. In Folge der Zusammenlegung zweier Leuchtenwerke in eine neue Fertigung im letzten Jahr konnten aufgrund von Anlaufschwierigkeiten in der Produktion bis dato die geplanten Produktivitätsziele nicht erreicht werden.
 
Ausblick: EBIT-Marge im Gesamtjahr von 9,5% bis 9,8%
Für das vierte Quartal geht der Vorstand von weiteren Währungsbelastungen aus. In Folge dessen passt der Vorstand der Zumtobel Gruppe seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf ein Wachstum von rund 5% an. Die EBIT-Marge wird auf 9,5% bis 9,8%erwartet, was eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahreswert von 9,1% darstellt.

Mittelfristziele bleiben bestehen
Für die Folgejahre hält die Zumtobel Gruppe weiterhin an dem Ziel einer Verbesserung der EBIT-Marge in den zweistelligen Bereich fest. Getragen wird diese Zuversicht von der unverändert hohen Zahl an Projektanfragen – Anfang März erhielt Zumtobel den größte Auftrag in der Firmengeschichte, die Beleuchtung des neuen Skylink-Terminals am Flughafen Wien mit einem Auftragswert von rund 9,5 Mio EUR – und den großen Wachstumspotenzialen in den Gebieten LED-Technologie und Energieeffizienz in Beleuchtungssystemen. Der Konzernumsatz soll in den kommenden drei Jahren wie avisiert auf 1,5 Mrd EUR steigen, getragen von organischem Wachstum und flankiert durch gezielte Akquisitionen.




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