Zumtobel Group legt Leuchtenwerk in Rumänien still
29.04.2009
- Abbau von 180 Arbeitsplätzen in Curtici
- Produktionsvolumen aus Rumänien wird auf übrige Werke in Europa übertragen
- Vertriebsaktivitäten in Osteuropa nicht von Stilllegung betroffen
Dornbirn / Österreich – Angesichts der Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise hat der österreichische Lichtkonzern Zumtobel Group die Stilllegung seines Leuchtenwerks im rumänischen Curtici beschlossen. Davon betroffen sind 180 Mitarbeiter, für die nach den dort festgelegten Konditionen ein Sozialplan verhandelt wird. Das Produktionsvolumen der rumänischen Fabrik wird in die bestehenden europäischen Leuchtenwerke transferiert. Vor allem die beiden größten Produktionsstandorte, das Zumtobel Stammwerk in Dornbirn / Österreich und die Thorn-Fabrik in Spennymoor / England, werden am stärksten von der Verlagerung profitieren. Auch das Leuchtenwerk in Landskrona / Schweden wird im kleineren Umfang Produktionsvolumen aus Curtici übernehmen.
"Wir gehen auch für die nächsten Monate von einer weiterhin deutlichen Unterauslastung unserer Produktionskapazitäten aus. Vor diesem Hintergrund haben wir uns neben den bereits laufenden, flächendeckenden Maßnahmen zur Kapazität- und Kostenanpassung zu dieser gezielten Verkleinerung unserer Produktionsstruktur entschieden. So bedauerlich die Stilllegung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Curtici ist, trägt sie doch zur Stabilisierung der Auslastung in unseren übrigen europäischen Leuchtenwerken bei", erläutert Andreas Ludwig, CEO der Zumtobel Group.
Produktionsverlagerung innerhalb von sechs Wochen
Die Produktion in Curtici wird mit Anfang Mai eingestellt, die Verlagerung der Maschinen soll innerhalb von ca. sechs Wochen erfolgen. Die Auslastung des Thorn-Werks in Spennymoor / England wird zusätzlich durch sog. Insourcing (Produktionsverlagerung von Fremdlieferanten in das eigene Werk) weiter verbessert. Durch das daraus resultierende erhöhte Produktionsvolumen für den englischen Markt wird zudem das Währungsrisiko der Zumtobel Gruppe verringert.
Weitere Investitionen in Vertriebsaufbau in CEE
Die Vertriebsaktivitäten in Osteuropa sind von der Werksstilllegung in Curtici nicht betroffen: "Wir sehen nach wie vor gutes Wachstumspotential für unser Geschäft in Ost- und Südost-Europa. Wir werden im nächsten Geschäftsjahr wie geplant weiter in den Ausbau unserer Vertriebsmannschaft in CEE investieren. Ich gehe davon aus, dass die Produktionsverlagerung sehr schnell umgesetzt wird und somit auch in Zukunft eine hervorragende Belieferung unserer osteuropäischen Kunden sichergestellt ist", so Andreas Ludwig.
