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Bericht zum 2. Quartal: Lichtkonzern zeigt im ersten Halbjahr solide Geschäftsentwicklung
09.12.2008
  • Währungsbereinigter Umsatz auf Vorjahresniveau
  • Bereinigte EBIT-Marge bei 9,4%
  • Solide Kapitalstruktur gewährleistet langfristige Liquidität
  • Umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm als Antwort auf Konjunkturkrise gestartet
  • Ziele für Gesamtjahr an veränderte Rahmenbedingungen angepasst

Dornbirn/Österreich – Die österreichische Zumtobel Gruppe mit Sitz in Dornbirn / Vorarlberg weist für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 (Mai bis Oktober) eine stabile operative Entwicklung aus: Bereinigt um belastende Währungseffekte konnte der Konzernumsatz nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden, allerdings führte der starke Euro zu einem nominalen Umsatzrückgang von 3,7% auf 641,1 Mio EUR (Vorjahr 666,1 Mio EUR). So summierte sich die Aufwertung des Euro insbesondere gegenüber dem britischen Pfund zu einer Belastung in Höhe von 23,4 Mio EUR. Betrachtet nach Quartalen zeigen sich in der Umsatzentwicklung des zweiten Quartals (August bis Oktober) mit einem Rückgang von 5,4% die ersten Auswirkungen der weltweiten Konjunkturkrise.

Ergebnisentwicklung
Für das erste Halbjahr 2008/09 weist die Zumtobel Gruppe ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 60,1 Mio EUR aus, nach 75,7 Mio EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (-20,7%). Wie bereits im September avisiert, konnte die sehr hohe Umsatzrendite des Vorjahres nicht gehalten werden, dennoch ist die erreichte EBIT-Marge von 9,4% vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfelds zufriedenstellend. Gründe für den Ergebnisrückgang waren – neben den gesunkenen Deckungsbeiträgen aus dem Umsatzrückgang – höhere Personalkosten aufgrund von Tariflohnerhöhungen, Kosten für den Ausbau der LED-Aktivitäten und negative Währungseffekte. Das Periodenergebnis lag – trotz eines in Folge von Bewertungseffekten deutlich verbesserten Finanzergebnisses – mit 42,1 Mio EUR ebenfalls unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 55,1 Mio EUR (- 23,5%).

"Obwohl sich unser Geschäft im ersten Halbjahr noch solide entwickelt hat, erwarten wir für den Rest des Geschäftsjahres eine deutliche konjunkturelle Eintrübung. Um den Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise zu begegnen, haben wir ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm eingeleitet, mit dem wir in den kommenden 2,5 Jahren 50 Mio EUR einsparen wollen. Es ist unser Ziel, unsere Strukturen flexibel an die Marktgegebenheiten anzupassen und gleichzeitig in Wachstumschancen zu investieren, um gestärkt aus dieser schwierigen Situation hervorzugehen ", so Andreas Ludwig, CEO der Zumtobel Gruppe.

Entwicklung in den Segmenten
Das Komponentengeschäft der TridonicAtco wurde von Währungseffekten in Höhe von 6,5 Mio EUR belastet, konnte aber dennoch den Umsatz mit 208,8 Mio EUR auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten. Währungsbereinigt beträgt das Wachstum 3%. Die Leuchtendivision mit den Marken Zumtobel und Thorn war dagegen vom schwächer werdenden Marktumfeld und negativen Währungseffekten merklich betroffen. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr um 3,8% auf 473,9 Mio EUR (Vorjahr: 492,7 Mio EUR). Währungsbereinigt ergibt sich ein leichtes Minus von 0,4%. Ungebrochen ist dagegen die Wachstumsdynamik des LED-Geschäfts, das im ersten Halbjahr wie geplant um mehr als 30% auf nun auf 22,9 Mio EUR zulegen konnte.

Entwicklung in den Regionen
In der Region Deutschland – Österreich – Schweiz (D-A-CH) konnten im ersten Halbjahr mit 162,9 Mio EUR Umsätze in Höhe des Vorjahres erwirtschaftet werden, obwohl sich im zweiten Quartal die abnehmende Wachstumsdynamik bemerkbar gemacht hat. Während Westeuropa unter dem zunehmend eingetrübten Marktumfeld und den negativen Währungseinflüssen leidet (205,7 Mio EUR, - 8,0%), konnte die Zumtobel Gruppe in Osteuropa weiter zulegen (40,5 Mio EUR, + 13,6%). In Asien wurden Optimierungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt. Der Umsatz stieg dort im Berichtszeitraum um 5,2% auf 45,2 Mio EUR. Australien bleibt weiter hinter den Erwartungen zurück und wird zusätzlich durch die starke Abwertung des Australischen Dollars belastet (53 Mio EUR, - 7,4%).

Solide Kapitalstruktur
Die Zumtobel Gruppe verfügt zum 31. Oktober 2008 weiterhin über eine sehr solide Kapitalstruktur. So konnte die Eigenkapitalquote im Zwölfmonatsvergleich von 41,0% auf 43,9% verbessert werden. Die Nettoverbindlichkeiten liegen mit 178,4 Mio EUR ebenfalls unter Vorjahr (183,3 Mio EUR). Der Verschuldungsgrad (Gearing) als Verhältnis zwischen Eigenkapital und Nettoverbindlichkeiten liegt mit 36% (VJ: 39%) auf sehr niedrigem Niveau. Mit einem Cashflow aus dem operativen Geschäft in Höhe von 47,8 Mio EUR konnte der Lichtkonzern im ersten Halbjahr erneut einen deutlich positiven Kapitalfluss generieren (VJ: 53,2 Mio EUR). Durch die im Juni 2008 abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung mit einem Rahmen von 480 Mio EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren verfügt der Konzern zudem über einen ausreichenden finanziellen Rahmen, um allen gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein.

Effizienzsteigerungsprogramm gestartet / Ausblick angepasst
Für das Kalenderjahr 2009 geht der Vorstand von einer weiteren Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen aus. Um deutlich flexibler auf den bereits spürbaren Rückgang in der Marktnachfrage reagieren zu können, hat die Zumtobel Gruppe ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm gestartet. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2010/11 soll die derzeitige Sach- und Personalkostenstruktur nachhaltig um ungefähr 50 Mio EUR entlastet werden. Zentrales Ziel ist es, die Struktur- und Kapazitätskosten möglichst schnell an die bestehenden und erwarteten Markt- und Absatzgegebenheiten anzupassen sowie die Cashflows auch unter schwierigen Rahmenbedingungen auf gutem Niveau zu halten. Aufgrund des deutlich negativen Konjunkturtrends und der Tatsache, dass ein Großteil der Einsparungen erst ab 2009/10 ergebniswirksam wird, erscheint die Erreichung der bisher angepeilten EBIT-Marge zwischen acht und neun Prozent für das Geschäftsjahr 2008/09 nicht mehr realistisch. Der Vorstand der Zumtobel Gruppe ist jedoch überzeugt, dass das Unternehmen durch das bereits eingeleitete Effizienzsteigerungsprogramm und die solide Kapitalstruktur gestärkt aus dieser schwierigen Marktsituation hervorgehen wird.

Dornbirn/Österreich – Die österreichische Zumtobel Gruppe mit Sitz in Dornbirn / Vorarlberg weist für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 (Mai bis Oktober) eine stabile operative Entwicklung aus: Bereinigt um belastende Währungseffekte konnte der Konzernumsatz nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden, allerdings führte der starke Euro zu einem nominalen Umsatzrückgang von 3,7% auf 641,1 Mio EUR (Vorjahr 666,1 Mio EUR). So summierte sich die Aufwertung des Euro insbesondere gegenüber dem britischen Pfund zu einer Belastung in Höhe von 23,4 Mio EUR. Betrachtet nach Quartalen zeigen sich in der Umsatzentwicklung des zweiten Quartals (August bis Oktober) mit einem Rückgang von 5,4% die ersten Auswirkungen der weltweiten Konjunkturkrise. Für das erste Halbjahr 2008/09 weist die Zumtobel Gruppe ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 60,1 Mio EUR aus, nach 75,7 Mio EUR im vergleichbaren Vorjahreszeitraum (-20,7%). Wie bereits im September avisiert, konnte die sehr hohe Umsatzrendite des Vorjahres nicht gehalten werden, dennoch ist die erreichte EBIT-Marge von 9,4% vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfelds zufriedenstellend. Gründe für den Ergebnisrückgang waren – neben den gesunkenen Deckungsbeiträgen aus dem Umsatzrückgang – höhere Personalkosten aufgrund von Tariflohnerhöhungen, Kosten für den Ausbau der LED-Aktivitäten und negative Währungseffekte. Das Periodenergebnis lag – trotz eines in Folge von Bewertungseffekten deutlich verbesserten Finanzergebnisses – mit 42,1 Mio EUR ebenfalls unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 55,1 Mio EUR (- 23,5%). "Obwohl sich unser Geschäft im ersten Halbjahr noch solide entwickelt hat, erwarten wir für den Rest des Geschäftsjahres eine deutliche konjunkturelle Eintrübung. Um den Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise zu begegnen, haben wir ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm eingeleitet, mit dem wir in den kommenden 2,5 Jahren 50 Mio EUR einsparen wollen. Es ist unser Ziel, unsere Strukturen flexibel an die Marktgegebenheiten anzupassen und gleichzeitig in Wachstumschancen zu investieren, um gestärkt aus dieser schwierigen Situation hervorzugehen ", so Andreas Ludwig, CEO der Zumtobel Gruppe. Das Komponentengeschäft der TridonicAtco wurde von Währungseffekten in Höhe von 6,5 Mio EUR belastet, konnte aber dennoch den Umsatz mit 208,8 Mio EUR auf dem hohen Niveau des Vorjahres halten. Währungsbereinigt beträgt das Wachstum 3%. Die Leuchtendivision mit den Marken Zumtobel und Thorn war dagegen vom schwächer werdenden Marktumfeld und negativen Währungseffekten merklich betroffen. Der Umsatz sank im ersten Halbjahr um 3,8% auf 473,9 Mio EUR (Vorjahr: 492,7 Mio EUR). Währungsbereinigt ergibt sich ein leichtes Minus von 0,4%. Ungebrochen ist dagegen die Wachstumsdynamik des LED-Geschäfts, das im ersten Halbjahr wie geplant um mehr als 30% auf nun auf 22,9 Mio EUR zulegen konnte. In der Region Deutschland – Österreich – Schweiz (D-A-CH) konnten im ersten Halbjahr mit 162,9 Mio EUR Umsätze in Höhe des Vorjahres erwirtschaftet werden, obwohl sich im zweiten Quartal die abnehmende Wachstumsdynamik bemerkbar gemacht hat. Während Westeuropa unter dem zunehmend eingetrübten Marktumfeld und den negativen Währungseinflüssen leidet (205,7 Mio EUR, - 8,0%), konnte die Zumtobel Gruppe in Osteuropa weiter zulegen (40,5 Mio EUR, + 13,6%). In Asien wurden Optimierungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt. Der Umsatz stieg dort im Berichtszeitraum um 5,2% auf 45,2 Mio EUR. Australien bleibt weiter hinter den Erwartungen zurück und wird zusätzlich durch die starke Abwertung des Australischen Dollars belastet (53 Mio EUR, - 7,4%). Die Zumtobel Gruppe verfügt zum 31. Oktober 2008 weiterhin über eine sehr solide Kapitalstruktur. So konnte die Eigenkapitalquote im Zwölfmonatsvergleich von 41,0% auf 43,9% verbessert werden. Die Nettoverbindlichkeiten liegen mit 178,4 Mio EUR ebenfalls unter Vorjahr (183,3 Mio EUR). Der Verschuldungsgrad (Gearing) als Verhältnis zwischen Eigenkapital und Nettoverbindlichkeiten liegt mit 36% (VJ: 39%) auf sehr niedrigem Niveau. Mit einem Cashflow aus dem operativen Geschäft in Höhe von 47,8 Mio EUR konnte der Lichtkonzern im ersten Halbjahr erneut einen deutlich positiven Kapitalfluss generieren (VJ: 53,2 Mio EUR). Durch die im Juni 2008 abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung mit einem Rahmen von 480 Mio EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren verfügt der Konzern zudem über einen ausreichenden finanziellen Rahmen, um allen gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Für das Kalenderjahr 2009 geht der Vorstand von einer weiteren Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen aus. Um deutlich flexibler auf den bereits spürbaren Rückgang in der Marktnachfrage reagieren zu können, hat die Zumtobel Gruppe ein umfassendes Effizienzsteigerungsprogramm gestartet. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2010/11 soll die derzeitige Sach- und Personalkostenstruktur nachhaltig um ungefähr 50 Mio EUR entlastet werden. Zentrales Ziel ist es, die Struktur- und Kapazitätskosten möglichst schnell an die bestehenden und erwarteten Markt- und Absatzgegebenheiten anzupassen sowie die Cashflows auch unter schwierigen Rahmenbedingungen auf gutem Niveau zu halten. Aufgrund des deutlich negativen Konjunkturtrends und der Tatsache, dass ein Großteil der Einsparungen erst ab 2009/10 ergebniswirksam wird, erscheint die Erreichung der bisher angepeilten EBIT-Marge zwischen acht und neun Prozent für das Geschäftsjahr 2008/09 nicht mehr realistisch. Der Vorstand der Zumtobel Gruppe ist jedoch überzeugt, dass das Unternehmen durch das bereits eingeleitete Effizienzsteigerungsprogramm und die solide Kapitalstruktur gestärkt aus dieser schwierigen Marktsituation hervorgehen wird.


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