Page 350 - Zumtobel Group Geschaeftsbericht 2013-14 EN

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Zahlen und Fakten
Konzernlagebericht
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Das Geschäftsjahr 2013/14 war von einer weiterhin
schwierigen ökonomischen Situation sowohl in
Europa als auch den wichtigsten außereuropäischen
Wirtschaftsräumen geprägt. Dies führte dazu, dass
der Internationale Währungsfonds (IWF) seine
Konjunkturprognosen im Laufe des Jahres mehrfach
zurücknahm und sich das Wachstum der Weltwirt-
schaft im Geschäftsjahr der Zumtobel Gruppe (1.
Mai 2013 bis 30. April 2014) stärker als ursprüng-
lich erwartet abgeschwächt hat. Der IWF bezifferte
das globale Wirtschaftswachstum in 2013 auf 3,0%
nach 3,2% in 2012
2
.
Die Eurozone wies im Kalenderjahr 2013 einen
Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,5% aus. Vor
allem die südeuropäischen Nationen wie etwa Italien
(minus 1,9%), Spanien (minus 1,2%), Portugal (minus
1,4%) sowie einige osteuropäische Länder verharrten
in der Rezession, aber auch in der für die Zumtobel
Gruppe wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland,
Österreich, Schweiz) verlangsamte sich die Wachs-
tumsdynamik imBerichtsjahr. DeutschlandsWirtschaft
wuchs nach Angaben des IWF um lediglich 0,5% und
Österreichs Wirtschaft um 0,4%. Die Schweiz konnte
dagegen um 2,0% zulegen. Im letzten Quartal des
Kalenderjahres 2013 war die Entwicklung allerdings
vom Ende der sechs Quartale andauernden
Rezession in der Eurozone geprägt. Das steigende
Vertrauen in die Stabilität der Eurozone zeigte sich am
deutlichsten in Form sinkender Risikoaufschläge für
Staatsanleihen der Peripheriestaaten. Als Reaktion
auf die rückläufigen Inflationsraten senkte die
Europäische Zentralbank (EZB) im November 2013
noch einmal den Leitzins auf ein neues Rekordtief
und bekräftigte die Bereitschaft und den Handlungs-
spielraum der EZB, weitereMaßnahmen zu ergreifen.
Die USA verzeichneten im Vergleich zu den
anderen westlichen Industriestaaten mit 1,9% das
stärksteWirtschaftswachstum in 2013. Die Entwicklung
in den USA war geprägt von Ausgabenkürzungen
und politischer Uneinigkeit bezüglich des Schulden-
limits. Die US-Notenbank kündigte an, die extrem
expansive Geldpolitik zu beenden. Während die
Zukäufe von Staatsanleihen schrittweise reduziert
werden, soll der Leitzins vorerst weiterhin auf dem
niedrigen Niveau verbleiben. Vergleichsweise
weniger dynamisch als in den vergangenen Jahren
entwickelten sich dagegen die Schwellen- und
Entwicklungsländer. Dazu trug einerseits die Wirt-
schaftsschwäche der Industrienationen bei, die die
Exportaussichten eintrübte, andererseits kämpfen
diese Länder mit fehlenden Strukturreformen und dro-
henden Kapitalproblemen. Von den BRIC-Nationen
konnte China eine Expansion des Sozialprodukts um
7,7% verkünden, auch Indien (plus 4,4%) konnte deut-
lich zulegen, während die wirtschaftliche Entwicklung
in Brasilien und Russland mit vergleichsweise beschei-
denen plus 2,3%beziehungsweise plus 1,3%deutlich
an Dynamik verlor.
In seiner jüngsten Konjunkturprognose vom April
2014 zeichnet der IWF für die globale Entwicklung
ein verhalten positives Bild und erwartet ein globales
Wirtschaftswachstum für 2014 um 3,6% und in 2015
von 3,9%. Während sich die Lage in denentwickelten
Volkswirtschaften gegen Ende des Geschäftsjahres
2013/14 zunehmend stabilisierte beziehungsweise
zumTeil sogar verbesserte, verlangsamte sich dagegen
die Wachstumsdynamik in den Schwellen- und
Auszug
1
aus dem Konzernlagebericht der
Zumtobel Group 2013/14
1
Der vollständige Konzernabschluss einschließlich der
Langfassung des Lageberichts wurde im Rahmen des
Jahresfinanzberichts der Zumtobel AG 2013/14 veröf-
fentlicht. Der Bericht steht als Download auf der Website
zumtobelgroup.com zur Verfügung.
2
Quelle: Prognose des IWF,
World Economic Outlook, April 2014